• ©Shariel Baptista
  • ©Shariel Baptista
  • ©Shariel Baptista
  • ©Shariel Baptista

« WHAT MADE YOU LOOK FOR A SAFE SPACE? »

Künstlerische Residenz und Ausstellung
Ausstellung Residenz
MO 01.02.2021 > FR 26.02.2021
DO 25.02.2021
FR 26.02.2021
Im Rahmen von: SQUATFABRIK
In Zusammenarbeit mit: cooperationsART
Abendkasse: Entrée libre (port du masque obligatoire)

Residenz & Ausstellung vom 1. bis 26. Februar 2021 (Montag bis Freitag, 10 Uhr bis 21 Uhr)

Die Künstler des Kollektivs cooperationsART sind zurück in der Kulturfabrik um ihre im August 2020 in der Squatfabrik begonnene künstlerische Hinterfragung zu vertiefen. Der Raum dieser künstlerischen Residenz wurde auf den der Galerie Terres Rouges erweitert und die Dauer auf einen Monat verlängert. Während dieses Monats dürfen Besucher den Schaffensprozess miterleben sowie die bereits fertiggestellten Werke begutachten.

"What made you look for a safe space?" - Morgens ankommen, sein Arbeitsmaterial vorbereiten, künstlerisches Arbeiten, Pause, künstlerisches Arbeiten, Pause, künstlerische Pause, Arbeiten, nach Hause fahren, Pause, Schlafen, Aufstehen, Morgens ankommen... Routinen sind natürlich gut, Handgriffe zu verinnerlichen, die eigene Tätigkeit besser zu erledigen, doch wenn es gar keine Abwechslung mehr gibt, sind die Effekte fast ausschließlich negativ. Einmal im Stadium der Monotonie und Langeweile angekommen, gibt es kaum noch einen Weg heraus. Dieser Zustand erinnert an Charly Chaplin’s Modern Times und deren automatisierten Abhandlungen in der “Electro Steel Corporation”. Es gilt die Gewohnheiten zu brechen, Dinge neu zu überdenken und neue Herangehensweisen zu erforschen.

Die aktuellen Gegebenheiten verstärken dieses Moment und fordern einen Schutzraum ein. Ein diffusionsoffener künstlerischer Schutzraum wird genau diesem Anspruch in räumlicher wie auch zeitlicher Hinsicht gerecht. Die längeren Anfahrtszeiten bestärken das Gefühl des “Es-passiert-etwas” und lassen somit neue Dynamiken heraus klingen. Die nicht beheizte Galerie transformiert sich in einen Werkraum für Skulpturen und raumübergreifende Installationen. Der vordere wohl temperierte Bereich hingegen dient als Zentrale für filigrane Arbeiten. Durch diese räumliche Anordnung entsteht eine Symbiose zwischen hart und weich, warm und kalt, Kunst und Kunst. Das prozessuale Geschehen wird dokumentier, darf während den Öffnungszeiten gelebt werden und endet in einem offenen Werk denn wie sagte Erich Franz “Es genügt zu sehen, was sichtbar ist”.

Squatfabrik

Angesichts der aktuellen Pandemie, die die Kulturfabrik zu einer völligen Überarbeitung ihres Programms zwang, machte sich das Team des Kulturzentrums an die Arbeit für ein neues künstlerisches Residenzprojekt, das innerhalb weniger Wochen auf die Beine gestellt wurde. Das übergeordnete Ziel war es, seine Unterstützung zu zeigen und der lokalen Szene zusätzliche Sichtbarkeit zu bieten. Alle zwei bis drei Wochen übernahm ein neues Künstlerduo oder -trio die ehemaligen Räumlichkeiten der Keramikfabrik am Eingang der Kulturfabrik. Die Öffentlichkeit war eingeladen, durch die Tür dieser ephemeren Werkstätten zu gehen und dem "Get-Out" beizuwohnen, das am Ende jeder Residenz erklang. Insgesamt kamen zwischen Mitte Juni und Ende September nicht weniger als 25 Künstler in die "Squatfabrik". Angesichts des Erfolges der Squatfabrik werden auch dieses Jahr wieder die regelmäßig die Türen geöffnet.

CooperationsART

Das Künstlerkollektiv "cooperationsART" ist ein in Luxemburg gegründetes, interdisziplinäres und inklusives Künstlernetzwerk, das Künstlern kreative Freiräume und Plattformen zum Lehren, Lernen, Produzieren und Präsentieren interdisziplinärer Kunst und Kunstwerke bietet.