Hikikomori ist ein gesellschaftliches Phänomen aus Japan. Menschen ziehen sich aus der Gesellschaft zurück, oft leben sie noch bei ihren Familien, in ihren Kinderzimmern. Häufig beginnt der Rückzug schon damit, dass der Druck in der Schule zu hoch ist. Die wichtigsten psychiatrischen Störungen, die mit Hikikomori einhergehen, sind Schizophrenie, soziale Angststörung, Zwangsstörung, Depression, tiefgreifende Entwicklungsstörung und ADHS.
Opernsängerin/Schauspielerin Manami Okazaki und Regisseur/Intendant Jakub Kavin haben sich auf eine Forschungsreise nach Japan gemacht, um dem Tabuthema Hikikomori auf die Schliche zu kommen.
Doch während der Endprobenphase haben sich die Ereignisse überschlagen und durch die Covid-19-Pandemie sind es nun nicht mehr nur die Hikikomoris, die zu Hause bleiben. Was macht Mensch denn den ganzen Tag zuhause? Eine Frage, die nun aktueller ist denn je ...
Manami Okazaki ist in Japan geboren. Nach ihrem Abschluss an der Kunitachi-Musikhochschule kam sie nach Wien und debütierte gleich als Opernsängerin an der Wiener Kammeroper. Es folgten Engagements in Baden-Baden, Tokyo, Frankfurt und Köln u.a. Seit 2019 leitet die Koloratur-Sopranistin zusammen mit Jakub Kavin die TheaterArche in der Wiener Münzwardeingasse.